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befristeter Mietvertrag

Zeitmietvertrag: Zulässig?

5.06.2019

Rechtsfrage des Tages:

Sie haben Ihre Traumwohnung gefunden, sollen diese aber nur für drei Jahre anmieten können? Das ist nicht immer zulässig. Wann kann ein Vermieter den Mietvertrag wirksam befristen?

Antwort:

Die weit überwiegende Zahl der Mietverträge sind unbefristet. Sie laufen so lange, bis eine der Vertragsparteien das Mietverhältnis kündigt. Es kann aber auch Gründe geben, warum ein Vermieter ein Interesse an einer zeitlichen Befristung des Mietvertrages hat. Denkbar wäre eine geplante Eigennutzung, wenn zum Beispiel die Kinder mit der Schule fertig sind und ein Wechsel in die kleinere Wohnung geplant ist. Oder Ihr Vermieter beabsichtigt, die Wohnung in ein paar Jahren umfangreich zu sanieren.

Grundsätzlich ist es möglich, einen Mietvertrag zeitlich zu befristen. Allerdings muss dafür tatsächlich ein konkreter Grund vorliegen. Und dieser muss auch im Mietvertrag angegeben werden. Steht im Vertrag nur Mietbeginn und Vertragsende reicht dies nicht aus. Ohne nähere Erläuterung der Befristung wird der Vertrag wie ein unbefristeter behandelt. Es gelten dann die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Ein gültiger Zeitmietvertrag kann hingegen weder vom Vermieter noch vom Mieter ordentlich gekündigt werden. Die Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung oder aufgrund eines Härtefalls bleibt natürlich bestehen. Übrigens macht nicht jede Begründung eine Befristung rechtswirksam. Nicht ausreichend dürfte das Argument sein, dass der Vermieter die Entwicklung des Wohnungsmarktes beobachten und später gegebenenfalls eine höhere Miete verlangen will.

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