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Handwerker in einer Reihe

Fahrtkosten im Handwerk

29.04.2019

Rechtsfrage des Tages:

Müssen Sie für Ihre Handwerksleistung Ihren Kunden aufsuchen, fallen regelmäßig Fahrtkosten an. Auf denen wollen Sie verständlicherweise nicht sitzenbleiben. Was müssen Sie beachten, wenn Sie Fahrtkosten gegenüber Ihrem Kunden abrechnen wollen?

Antwort:

Fahrtkosten sind ein sensibles Thema. Und Kunden reagieren zuweilen unwirsch, findet sich in der Rechnung ein nicht unerheblicher Betrag für die Anfahrt. Umgekehrt ist es verständlich, dass Sie die Kosten für das Fahrzeug und die Fahrtzeit nicht aus eigener Tasche zahlen möchten. Bereits im Jahr 2014 wurden die gesetzlichen Regelungen zugunsten von Verbrauchern verschärft. Seitdem gilt: Keine Fahrtkosten ohne Vorwarnung.

Sie müssen Ihre Kunden nämlich vor, spätestens aber bei Vertragsabschluss über die anfallenden Fahrtkosten informieren. Hinsichtlich der Berechnung haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder berechnen Sie die Fahrzeugkosten und Fahrtzeiten konkret oder Sie vereinbaren eine Pauschale. Diese kann beispielsweise nach Kilometern gestaffelt sein. Entscheidend ist, dass die Kosten im Angebot und Vertrag explizit aufgeführt werden.

Bei kurzfristigen Aufträgen sollten Sie bereits bei der telefonischen Beauftragung ausdrücklich auf die Fahrtkosten hinweisen. Vor Ort lassen Sie sich den Auftrag samt Fahrtkosten nebst Verzicht auf das Widerrufsrecht sodann schriftlich bestätigen. Ist Ihr Kunde hingegen kein Verbraucher sondern ein Unternehmen, gelten diese strengen Regeln nicht. § 312 a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) schützt nur Verbraucher.

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